Fluglager 2016 in Feurs(FR)

Fluglager 2016 in Feurs(FR)

Nachdem die Winterwartung mit der darauf folgenden Prüfung erfolgreich abgeschlossen wurde, war es endlich wieder so weit-die FVA bricht zum alljährlichen Fliegerlager ins schöne Feurs in Frankreich auf. Am Morgen des 25.04 trafen sich aus gegebenem Anlass die 3 Autos von Dezibel, Poolboy und Teflon um 8 Uhr an der Werkstatt um auch noch den letzten Rest an Stauraum in den eigentlich sowieso schon voll beladenen Autos mit Vereinskram zu füllen. Letztendlich schafften wir es dann endlich gegen 10 Uhr Merzbrück zu verlassen und machten uns mit unserer DG-1000 und der ASW-28 in Richtung Südfrankreich auf.

12 Stunden später war es dann so weit, der Flugplatz von Feurs-Chambeon war erreicht und wir waren heilfroh endlich am Ziel angekommen zu sein. Vor Ort erwarteten uns schon die Autos von Ecki und Roland, die sich bereits in den frühen Morgenstunden mit ein paar Aktiven auf den Weg gemacht hatten. Im Hangar stand dann auch schon der erste Kanister Rotwein auf dem Tisch, um die Ankunft und den ersten Tag angemessen zu feiern. Fazit des ersten Abends: eine gut gefüllte Blümchenkasse und jede Menge Glasabfall.

Der Morgen danach begann verhältnismäßig spät, da die GZ erst am Nachmittag erwartet wurde und somit auch noch kein Flugbetrieb möglich war. Daher lagen viele über den Mittag im Gras und konnten so schon das erste Mal die warme französische Sonne genießen. Währenddessen trafen die Autos von Murks, Spargel und das Wohnmobil der Familie Rösner ein und so langsam konnte man beobachten, wie sich der Zeltplatz immer weiter füllte. Wir ließen gegen Nachmittag das Funkgerät nicht mehr aus den Augen, da wir wussten, dass die GZ mit Marius und Petite bald landen würde. Am Ende des Tages zählten wir 24 FVAler und die Schleppmaschine war, ebenso wie die ASK16 von Jackson, eingetroffen - dem ersten Flugtag stand somit nichts mehr im Wege.

Im Laufe der ersten Woche trafen dann immer mehr unserer flugbegeisterten Mitglieder ein und der Flugbetrieb war täglich voll im Gange. Dank unseren Idaflieg-Freunden aus der FTAG Esslingen, Wacken und Miri mit ihrer ASK21 und dem FAGler, Manfred Conradi, mit deren DG-500 standen uns nun 3 Schulungsflugzeuge zur Verfügung und wir konnten somit eine sehr gute Auslastung der Schleppmaschine erreichen, teilweise schafften wir bis zu 40 F-Schlepps am Tag. Viele neue Schüler kamen so zu ihren ersten Flügen und konnten ersten Erfahrungen am Knüppel sammeln. Aber auch für die Scheinpiloten bot die erste Woche einiges. Aufgrund des gut stehenden Windes und der passenden Meteorologie hatten wir das Glück eine nutzbare Welle in Flugplatznähe 2 Tage lang nutzen zu können, dadurch konnten auch unsere aktiven Scheinpiloten viele Flugstunden über den Wolken verbringen.

In der 2. Woche hatten wir dann weniger Glück mit dem Wetter und zu allem Übel streikte auch noch der Propeller unserer Schleppmaschine. Da die FVA glücklicherweise über viele motivierte Mitglieder verfügt, wurde im Eiltempo ein neuer Propeller aus Leverkusen besorgt und dieser direkt durch einen Prüfer vor Ort zugelassen. Als dann jedoch auch mit diesem ein Problem auftrat, wurde kurzerhand ein Team zusammen gestellt, welches mit dem roten Peter-Bus in Richtung Straubing zu MTPropeller aufbrach, um die entsprechende Reparatur durchführen zu lassen. Ungefähr 24 Stunden und 2000 km später traf das Propellerteam dann wieder im schönen Feurs ein und der Flugbetrieb konnte erneut aufgenommen werden.

Das Blümchenessen fand dieses Jahr am 09.04.16 statt und bot wie jedes Jahr Raum für den kulturellen Austausch mit unseren französischen Gastgebern, die uns in Ihrem Clubheim empfingen. Natürlich wurde auch auf kulinarischer Ebene nicht gespart und so verbrachten alle FVAler etappenweise den ganzen Tag in der Küche, um am Abend die verschiedensten Gerichte zu kredenzen. Nach einem kleinen Apparativ hielt unser EVO Börni seine Rede in der er den Franzosen unseren Dank für die Gastfreundschaft aussprach und die bestehende Freundschaft zwischen den Vereinen unterstrich. Nach einem gemeinsamen Foto machten wir uns über das Buffet her und konnten uns beim Essen mit den französischen Fliegern austauschen. Kurz um war es ein sehr gelungener Abend, der sowohl uns als auch den Franzosen viel Freude bereitete die über die Sprachbarriere hinausging.

Ein weiteres Highlight des diesjährigen Feurs-Aufenthaltes war der beheizte Pool. Bio hatte sich in den letzten Jahren mehrmals an einer funktionierenden Poolheizung versucht und dies auch immer mit mehr oder weniger Erfolg geschafft. Dieses Jahr allerdings hat er sich selbst übertroffen und es geschafft den Pool bis auf 40 Grad zu heizen, was nicht nur bei der jungen Aktivita und Anwärterschaft, sondern auch bei Spagel und Ecki, für große Zustimmung sorgte. Nach einem langen anstrengenden Flugtag verbrachten wir so viele gesellige Stunden im Pool und einem Glas guten Rotwein in der Hand.

In der letzten Woche sahen wir uns dann mit dem Problem konfrontiert, nur noch einen Schlepppiloten zu haben. Jona hätte somit die ganze Woche lang alleine schleppen müssen und so wurde kurzerhand nach einem weiteren Piloten gesucht, den wir dann mit Nico auch gefunden haben. Als dieser dann angekommen war stand Feurs wieder ganz im Zeichen der Schulung und wir konnten erneut auf hohe Startzahlen kommen. Poolboy hatte in Feurs schon von Anfang an vor, seinen 50km Flug zu machen, nur hatte es das Wetter erst in der letzten Woche endlich zugelassen. Er schaffte die 50km, krönte den Flug allerdings mit einer Außenlandung und kam so mit der entsetzten französischen Landbevölkerung in Kontakt. Die letzte Woche stand auch im Zeichen der Prüfungen. Es schafften Zirkus, Bonkel, Mira, Jens und Jonathan die theoretische A-Prüfung abzulegen. Petite und Teflon flogen B- und C- Prüfung und Mira schaffte es sich freizufliegen. Traditionen müssen gepflegt werden und so bekam er natürlich nach seinem 3. Alleinflug einen Strauß und am Abend wurde sein Hintern feierlich für das Thermikfliegen sensibilisiert.

Nach dem Aufräumen verließen die Autos von Erwin und Dezibel als letztes das Camp und machten sich auf in Richtung Aachen. Alles in allem war es ein erfolgreiches Fliegerlager, in dem die FlugschülerInnen viel gelernt haben aber auch die ScheinpilotInnen viele tolle Flüge erleben durften. Doch auch der Spaß kam nicht zu kurz, denn die vielen Abende mit den alten Herren und Damen waren ein wertvoller und wichtiger Bestandteil des Fliegerlagers.